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Dauercamping im Allgäu: Für Bergfreunde etwas ganz Besonderes

Dauercamping im Allgäu: Für Bergfreunde etwas ganz Besonderes - oberallgaeu.info
Dauercamping kann Freude machen - auch im Allgäu bieten sich viele Möglichkeiten. Bildquelle: @sabinamajoor / Pixabay.com

Camping, das war für viele Jahrzehnte der ›Arme-Leute-Urlaub‹ schlechthin. Camper selbst haben dieses Attribut gar nicht kommentiert, denn sie wussten schon, was sie an ihrem kleinen und Urlaubsdomizil haben. Insbesondere das Dauercamping ist im Oberallgäu, wie auch an vielen weiteren Orten in Deutschland, ein echtes Highlight.

Im Nu geht’s hinaus ins Grüne, ins eigene Ferienhaus, auf den ständig gepachteten Grund und Boden. Für all diejenigen, die sich das Eigenheim im Grünen nicht leisten können oder nicht nebenbei noch ein Ferienhaus erwerben können, ist das Dauercamping perfekt. Aber was bietet das Oberallgäu für Dauercamper und was müssen Camper beachten?

Dauercampingplätze 

Vielen Nicht-Campern ist gar nicht bewusst, was Dauercamping überhaupt bedeutet. Dauercampingplätze sind keine Abstellplätz, wo Wohnwagen und Zelte auf eintönigen Grundstücken geparkt werden. Beim Dauercamping dreht es sich eher um eine Art Kleingarten, nur dass hier eben Urlaub, Erholung und der Wohnwagen im Mittelpunkt stehen. Wobei es stets Unterschiede gibt:

  • Echtes Dauercamping - diese Plätze bieten Parzellen zur Ganzjahresmiete an. Je nach Platzregeln und notwendiger Mobilität des Wohnwagens können die Parzellen mit Hecken, Zäunen oder Bäumen umrandet werden, sodass sie nicht mehr einsehbar sind. Umso mehr feste Module genutzt werden, desto weniger lässt sich der Wohnwagen bewegen. Häufig werden diese Parzellen auch mit zusätzlichen Dächern über Wohnwagen und Zelt ausgestattet, was den Witterungsschutz erhöht. Weiteres Merkmal: Die Wohnwagen und Zelte sind oft so ausgebaut, dass auch im Winter das Campen möglich ist.
     
  • Eingeschränktes Dauercamping – auch hier wird die Parzelle dauerhaft gemietet, doch ist es nicht möglich, echte Begrenzungen zu bauen. Oft liegen diese Plätze nahe an Flüssen und müssen im Winter zumindest teilweise geräumt werden, damit die Wohnwagen nicht überflutet werden. 


Bei beiden Platzarten gibt es im Regelfall viele Stellplätze für Urlauber oder saisonale Camper. In den vergangenen Jahren haben sich zudem feste Unterkünfte etabliert, die wiederum auch von Dauercampern gekauft oder längerfristig angemietet werden können.

Und wie sieht es im Oberallgäu aus?

In der Region warten größere und kleine Campingplätze auf Urlauber, wobei nicht alle dauerhafte Stellplätze bieten. Wer sich für das Dauercamping interessiert, muss also genau prüfen, ob dies überhaupt erwünscht ist. Beispielhaft für das Angebot sind die nachstehend beschriebenen Einrichtungen nahe dem Grüntensee in Wertach und am Niedersonthofener See in der Gemeinde Waltenhofen.

Grüntensee bei Wertach

Der Grüntensee bei Wertach im Oberallgäu. Bildquelle: ©Team Oberallgäu - Alois Scheuerl

  • Zeh am See - direkt am Niedersonthofener See, in der Gemeinde Waltenhofen,   liegt dieser Campingplatz, der für Urlauber und Dauercamper ideal ist. Dank der Lage inmitten der Natur und am See macht der Aufenthalt stets Freude. Auf diesem Campingplatz ist auch das Wintercamping erlaubt, je nach Verweildauer erhalten Gäste sogar beheizte Mietduschen. Stets offen stehen die typischen Einzelduschen und Waschkabinen, der Spülraum, der Waschraum und natürlich der Ski- und Trockenraum. Für Dauercamper stehen eigene Dauerstellplätze zur Verfügung.
     
  • Campingplatz Waldesruh - auch hier ist das Dauercamping möglich. Der Campingplatz liegt bei Wertach und teilt die Dauerplätze, Touristen- und Saisonplätze strikt getrennt ein. Selbst die Urlaubsplätze auf dem Campingplatz sind von Bäumen oder Büschen gesäumt und bieten somit Privatsphäre. Alle Stellplätze sind mit Rasengittersteinen und Kies befestigt, bieten einen Stromanschluss und natürlich auch fließend Wasser. 
Urlaub mit Weitblick

Urlaubsperspektiven im Oberallgäu - Bildquelle: ©Alois Scheuerl - Team Oberallgäu

Für Interessenten auf allen Campingplätzen gilt: Dauerstellplätze sind oft heiß begehrt. Dafür bietet sich mitunter ein günstiger Einstieg ins Camping, denn die feststehenden Wohn- und Zeltanlagen können oft zu recht guten Konditionen übernommen werden, wenn der alte Besitzer das Camping aufgibt.

Kosten beim Dauercamping:

Wie teuer ist das Dauercamping? Es kommt natürlich drauf an. Wer Glück hat und eine Parzelle samt Equipment übernehmen kann, der ist oft schon mit 5.000 Euro gesamt dabei. Dennoch gilt:

  • Wohnwagen - dem Preis sind keine Grenzen gesetzt. Wer schon weiß, dass der Wohnwagen nicht mehr bewegt werden soll, der kann auch ein älteres Modell kaufen und wieder restaurieren. Fahrtüchtige Wohnwagen kosten ab 10.000 Euro aufwärts, neue Modelle natürlich deutlich mehr.
     
  • Zelt - das bloße Zelt, das die meisten aus Urlauben kennen, ist nicht das Zelt für Dauercamper. Hier wird auf ein echtes Vorstellzelt gesetzt, das nicht selten ausgebaut und mit Teppichen oder Laminat versehen wird. Je nach Gebrauch kommen zwei Typen in Betracht. Wird der Wohnwagen nicht bewegt, so lohnt sich ein Zelt ohne Rückwand. Wird der Wohnwagen bewegt, so ist eine Rückwand notwendig.
     
  • Pacht - sie hängt vom Campingplatz ab. Auf manchen Plätzen kostet die Dauerparzelle 500,00 Euro jährlich, auf anderen wiederum 150,00 Euro monatlich. Die Ausstattung und die Lage des Campingplatzes entscheiden. 

Größere Kostenfaktoren sind eher die Ausstattungsmerkmale. Allein das Herrichten der Parzelle kann ins Geld gehen. Die meisten Camper nutzen nie die Küche im Wohnwagen, sondern errichten eine eigene Küche samt Herd im Vorzelt. Diese Maßnahme kann jedem nur angeraten werden, denn Essensgerüche lassen sich nur schwer aus dem Schlafwagen vertreiben.

Viele Parzellen sind zudem mit Gartenhäuschen ausgestattet. Hier stehen echte Camper den Holzhausbewohnern des Platzes in nichts nach. Die Gartenhäuser bieten sich als Abstellkammer an. In den Holzhaussiedlungen nutzen etliche Bewohner die Hütte als Unterstand für die Waschmaschine und den Trockner. Bevor es losgeht, sollte allerdings eine genaue Kostenplanung erfolgen, denn auch hier ist viel zu beachten.

Wie sieht die Planung aus? 

Ähnlich einer Kleingartenanlage sind auch Campingplätze strikt geregelt. Dauercamper haben auf ihrem gepachteten Grund und Boden somit ebenfalls Regeln zu beachten. Daher ist es von außen schwer zu sagen, wie die Planung aussieht. 

Fakt ist aber, dass geprüft werden sollte, ob der Platz als Erstwohnsitz tauglich ist. Gerade ältere Personen wünschen sich, in der Rente auf den Platz zu ziehen. Zudem müssen die Abstandshaltung und die Materialwahl geprüft werden: Holz ist seit etlichen Jahren auf Campingplätzen aus brandschutzrechtlichen Gründen in Teilen verboten.

Das obere Illertal aus der Vogelperspektive

Das obere Illertal aus der Vogelperspektive. Bildquelle: ©Team Oberallgäu - Alois Scheuerl

Fazit – das eigene Heim im Grünen

Das Dauercamping kann wunderschön sein. Liegt der Platz nahe dem Wohnort, finden sich die meisten Camper schon kurz nach Feierabend in ihrem Domizil ein und kennen die häusliche Wohnung im Sommer nur von Stippvisiten. Grundsätzlich entscheidet der Campingplatz jedoch über die Möglichkeiten. Gut ist, wenn die Dauerstellplätze abseits des Urlaubstrubels liegen, damit Camper auch in der Hochsaison ihre Ruhe finden. 

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem freien Blogger Thorsten Bender.

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