Outdoorsport bei Wind und Wetter - wie das Zwiebelprinzip trocken, warm und leistungsfähig hält

"Der Winter naht" - das ist für alle Anhänger der Popkultur derzeit wohl eines der beliebtesten Bonmots, doch auch abseits fiktiver und realer Jahreszeiten kann es in unseren Breitengraden ganz schön ungemütlich werden.

Ein kühler Wind, nieseliger Regen, eiskalte Nächte trotz sommermilder Tage, all das ist bereits im Alltag verdrießlich, beim Sport kann es aber entweder stark einschränken oder aber sorgt dafür, dass so mancher Athlet in spe doch lieber daheim bleibt. 
Natürlich wissen Sportler, dass es kein falsches Wetter gibt, sondern nur falsche Kleidung. Wie die richtige Kleidung aussieht, verrät dieser Überblick. Schicht für Schicht...

So funktioniert das Zwiebelprinzip in der Praxis

Das Zwiebelprinzip ist nach der Zwiebel selbst benannt, das beliebte Gemüse ist schließlich auch mit einer Vielzahl an Schichten aufgebaut. Analog dazu entsteht auch die wetterfeste Kleidung dadurch, dass mehrere Schichten übereinandergelegt werden. 
So kann die Körpertemperatur jederzeit reguliert werden, viel besser als mit einer einzigen Schicht. Gleichzeitig kommt jeder Schicht eine eigene Funktion zu. Der Körper wird von innen nach außen trocken gehalten, gewärmt und vor Wettereinflüssen geschützt. Je nach Wetterlage können Schichten ausgezogen oder geöffnet werden, um die perfekte Temperatur und damit einhergehend den Komfort der Kleidung zu regulieren.

Die Schichten des Zwiebelprinzips kurz erklärt:

  • Basisschicht (Base Layer): in dieser Schicht findet sich die Unterwäsche, auch die Socken zählen zur Basisschicht dazu. Unterwäsche kann recht frei gewählt werden, für den Sport empfiehlt sich aber eine enge Passform. ?Generell zählen alle Kleidungsstücke, die am Körper anliegen, zur Basisschicht. Ziel dieser Schicht ist es, den Körper trocken zu halten und Feuchtigkeit nach außen zu leiten.
     
  • Isolationsschicht (Isolation Layer): die isolierende Schicht hält die Körperwärme am Körper. Egal ob es stürmt oder die Temperaturen eisig sind, durch diese Schicht wird nicht zu viel Wärme an die Außenwelt abgegeben. Leggins, lange Laufhosen, Übersocken, Sweater oder Pullover aus Materialien wie Merinowolle und Fleece zählen hierzu.

Schalenschicht (Shell Layer): hierunter fallen sowohl Soft als auch Hard Shells. Softshell-Kleidung ist wärmend, aber nicht wasserdicht. Härtere Oberflächen wie Regenjacken hingegen meist wasserdicht, aber nicht wärmend. Beides kann natürlich auch kombiniert werden. Bei starkem Regen sollten wasserdichte Überwürfe vorgezogen werden, droht nur leichtes Nieseln, ist wasserabweisende, atmungsaktive Kleidung die bessere Wahl.

Auch Schuhe, Handschuhe und Mützen fallen in diese letzte Schicht.

Regnerischem oder kaltem Wetter lässt sich mit diesen Schichten problemlos trotzen und natürlich brauchen Sportler und Wanderer eine große Auswahl unterschiedlicher Alternativen für verschiedene Wetterlagen im Kleiderschrank. Funktionsshirts, lange Unterwäsche, Regen- und Funktionsjacken, all dies hilft Athleten dabei, bei jedem Wetter zu performen.

Alle wichtigen Infos zum Zwiebelprinzip finden Athleten, die den Temperaturen trotzen wollen, einen detaillierten Einblick in alle notwendigen Schichten, wie diese funktionieren und Tipps dafür, wie eine passende Garderobe zusammengestellt werden sollte, im Internet.

Das Zwiebelprinzip verbessert Tragegefühl und Leistung - so funktioniert's!

Athleten setzen auf professionelle Ausrüstung, auf Feuchtigkeit abgebende Schichten, auf Schutz vor der Witterung, doch was hat es damit auf sich? Steckt nur ein Deal mit den jeweiligen Sponsoren dahinter oder können auch Hobbysportler ihre Performance mit der richtigen Kleidung verbessern?

Wer im Sommer in dicker, verschwitzter Baumwolle trainiert, der trägt kiloweise Schweiß mit sich umher. Gleichzeitig scheuert Baumwolle an Beinen und Brustwarzen, gerade Langstreckenläufer kennen dieses Phänomen. Mit moderner Funktionskleidung ist unbequemes Scheuern hingegen nahezu ausgeschlossen.

In der Kälte ist es besonders wichtig, in beide Richtungen wohl temperiert zu bleiben. Zu kalt und die Muskeln kühlen aus, verlieren wie bei Überhitzung an Leistungsfähigkeit und werden zudem verletzungsanfälliger, zu heiß und die Schweißproduktion überschwemmt die Base Layer. Dadurch kann der Körper ebenfalls auskühlen und die Gefahr eines Infektes steigt.

Näheres zum Wechselspiel zwischen Kleidung und Sport findet sich auch hier, allerdings sollten Athleten auch die psychologischen Folgen der richtigen Kleidung bedenken. 

Warm und sportlich wie die Zwiebel - der perfekte Aufbau der Kleidungsschichten

Sich funktional zu kleiden, ist im (Zwiebel-)prinzip gar nicht schwierig. Auch ohne sich detaillierte Notizen zu machen, können Sportler ganz einfach den dreischichtigen Aufbau im Kopf behalten: körpernahe Kleidung, eine wärmende Überschicht und eine vor den Witterungen schützende Außenschicht. 

Es sollte aber auch darauf geachtet werden, dass vor allem die Materialien stimmen. Die unterliegende Funktionskleidung besteht aus Kunststofffasern, die Schweiß wirklich nach außen ableiten können und die Feuchtigkeit nicht aufnehmen. 
Natürlich ist das nicht nur beim Sport praktisch, auch auf dem Weg zur Arbeit oder beim Ausgehen am Abend ist das Zwiebelprinzip eine valide Kleidungsoption. Denn die modulare Garderobe erlaubt eben volle Flexibilität, wenn der Wind peitscht oder wenn die Sonne hinter den Wolken wärmend hervor lugt.

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