Die beliebtesten Trekking-Routen im Allgäu

Wanderer und Trekker verbindet eine gemeinsame Leidenschaft. Mit viel Abenteuerlust erforschen sie selbst unwegsames Gelände und entdecken ungeahnte Schätze unberührter Natur. Im Unterschied zu Tageswanderungen versteht man unter Trekking jedoch mehrtägige Ausflüge, bei denen Teilnehmer auf das gewohnte Wanderhotel verzichten und stattdessen mit dem Zelt unterwegs sind.

Darüber hinaus kann man Trekking auch mit dem Fahrrad betreiben, wobei die Routenansprüche von leicht bzw. moderat bis anspruchsvoll stark variieren. Es kommt also auf eine gute Ausrüstung sowie eine sorgfältige Routenplanung an.

Die richtige Ausrüstung für Trekking im Allgäu

Es ist kein Geheimnis, dass eine Trekkingtour im Allgäu unbedingt nach der passenden Ausrüstung verlangt. Festes Schuhwerk und genügend Verpflegung für den Weg sind eine Sache. Ein wetterfestes Zelt und die nötige Vorplanung von Raststätten für das Campen in freier Natur eine andere.

Wer nicht zu Fuß gehen, sondern lieber mit dem Rad auf den Trekkingtouren im Allgäu unterwegs ist, sollte sich weiterhin Gedanken um ein gutes Trekkingrad für mehrtägige Ausflüge machen. Hier gibt es bisweilen große Qualitätsunterschiede, weshalb ein sorgfältiger Vergleich verschiedener Angebote erfolgen sollte. Darüber hinaus ist natürlich auch der richtige Fahrradsitz wichtig. Ein unbequemer Sattel führt hier schnell zu unangenehmen Trekking-Erlebnissen. Am besten fährt man das Trekkingrad deshalb vor dem eigentlichen Ausflug ein bisschen ein und testet so das Sitzgefühl.

Ein besonderes Trekking Terrain im Voralpenland

Das Allgäu ist für sein vielfältiges Landschaftspanorama bekannt. Die saftig grünen Wiesen der Voralpentäler treffen hier auf die Hügel- und Berglandschaften der alpinen Gebirgsausläufer. Dazwischen erstreckt sich ein verzweigtes Gewässersystem mit malerischen Seen und Flüssen. Für Trekker und Fernwanderer gibt es im Allgäu deshalb zahlreiche Optionen.

Drei Trekkingtouren sind diesbezüglich besonders zu empfehlen. Sie sind Teil der sogenannten Wandertrilogie Allgäu, einem Netzwerk aus Fernwanderwegen. Dieses erstreckt sich auf 876 km durch die drei charakteristischen Landschaftsformen des Allgäus, Gewässer, Talwiesen und Bergformationen. Insgesamt hat die dreiteilige Route 53 Etappen und ist somit optimal für einen mehrtägigen Wanderausflug im Allgäu.

Wiesengänger Route

Der erste Teil der Wandertrilogie verläuft entlang der Hügel- und Terrassenlandschaften im Westen und Osten des Allgäus. Die Route zeichnet sich durch einen Fokus auf die Talebenen der Allgäuer Naturlandschaft aus. Auf 14 Etappen geht es dabei von Marktoberdorf bei Kaufbeuren über die Allgäuer Bäderstraße bis nach Wangen und Eglofs. Eine ideale Route auch für Trekking-Anfänger, da sich der Routen Anspruch dank moderater Steigungen im Routenverlauf in Grenzen hält.

Wasserläufer Route

Von Eglofs aus geht es in der Wandertrilogie Allgäu über 25 Etappen weiter bis nach Halblech. Wie der Routenname bereits vermuten lässt, führen die Wege dabei durch einige der schönsten Fluss- und Seenlandschaften des Allgäus. Hierzu gehören zum Beispiel die Wasserschutzgebiete rund um Isny, die Ostallgäuer Wasserwege der Flüsse Lech, Lobach Wertach und Geltnach, oder die Iller im Oberallgäu. 

Da die Route auch einige Abschnitte mit Wasserfällen beinhaltet, ist mit einigen Steilhöhen zu rechnen. Ebenso herrscht an den Gewässern gelegentlich Rutschgefahr, weshalb die Wasserläufer-Route etwas anspruchsvoller ist. Schön kombinieren lässt sich ein Wanderausflug auf der gewässerreichen Route mit einem Badeaufenthalt an einem der Routenseen. Empfehlenswert sind zum Beispiel der Sonthofer See oder der Kleine Alpsee, welche man auf der Wasserläufer-Himmelsstürmer-Route passiert.

Himmelsstürmer Route

Von der Wasserläufer Route aus geht es bei der Wandertrilogie auf zum anspruchsvollsten Routenabschnitt. Er führt hinauf in die Gebirgslandschaften der Allgäuer Alpen und vorbei an höhenlastigen Naturmonumenten wie dem Hochgrat bei Oberstaufen oder dem Nebelhorn, dem Oberstdorfer Hausberg. Es wird empfohlen, diese Route nur anzugehen, wenn man einschlägige Erfahrung im Bergwandern hat und die nötige Kondition mitbringt. Andersfalls sollte man sich zumindest von örtlichen Profis wie beispielsweise der Alpinschule Oberallgäu mit Rat und Tat unterstützen lassen.

Des Weiteren ist es ratsam, sich als Himmelsstürmer vor dem Aufstieg die Standorte wichtiger Berghütten im Allgäu genauer anzusehen. Sie sind sowohl bei schlechtem Wetter als auch bei grummelndem Magen eine wichtige Zuflucht für Bergwanderer. Aus diesem Grund sollte man sicherstellen, dass sich bei längeren Trekkingtouren immer eine Berghütte im näheren Umkreis befindet.