Alles rund um das Mountainbike - Worauf sollte man dabei achten?

Laut statista.com ist im Jahr 2017 etwa jeder 6. Bundesbürger gelegentlich oder regelmäßig mit einem Mountainbike gefahren. Die Tendenz ist seit Jahren steigend. Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Mountainbike zu kaufen, sollte bei der Auswahl einige wichtige Punkte beachten. Hierzu zählen unter anderem Rahmengröße, Radgröße, Federung, Bremsen und nicht zuletzt das Gelände, in dem mit das Bike gefahren werden soll.

Welches Mountainbike eignet sich für welches Gelände?

All Mountain, Trial oder Enduro Bikes sind die am weitesten verbreiteten Mountainbike-Typen. Sie sind nicht für ein bestimmtes Gelände ausgelegt. Diese Mountainbikes bieten eine ausgewogene Mischung aus Fahrspaß und Effizienz. Marathon oder Cross-Country Mountainbikes können in unwegsamem Gelände schnell gefahren werden. Sie bieten gute Kletterfähigkeiten und ein geringes Eigengewicht. Freeride und Downhill Bikes sind mit ihren robusten Komponenten und Federwegen bis über 200 Millimeter die perfekten Bikes für Bergabfahrten, abgesperrte Strecken und Bike-Parks mit einem Lift. Dirt-Bikes sind ideal für Trailjumps, Slalomstrecken und können auf BMX-Strecken gefahren werden. Ihr Kennzeichen sind die minimalistische Ausstattung und der breite Lenker für maximale Kontrolle. Fat Bikes sind mit ihren Oversize Reifen von 3.7 bis 5+ Zoll eine eigene Kategorie. Fat Bikes sind ideal für Anfänger, da die breiten Reifen Fahrfehler verzeihen und im schlammigen Gelände und auf Schnee guten Halt bieten.

Die Rahmenhöhe von Mountainbikes

Die Größe eines Mountainbikes und insbesondere die Höhe des Rahmens sind abhängig von der Beinlänge des Fahrers oder der Fahrerin. Die Höhe wird bestimmt, in dem die Beinlänge an der Innenseite vom Schritt bis zu den Fußsohlen gemessen und anhand von Tabellen anschließend die Rahmenhöhe ermittelt wird. Die richtige Rahmenhöhe ist in Verbindung mit der Sattel- und Lenkerhöhe ausschlaggebend für eine ermüdungsfreie Sitzposition.

Mountainbike Radgrößen

Bis vor ein paar Jahren waren alle Mountainbikes für Erwachsene mit 26 Zoll Rädern ausgestattet. Diese Radgröße wurde mittlerweile jedoch weitestgehend von 27,5 und 29 Zoll Rädern verdrängt. 29 Zoll Räder sind schwerer und weniger agil, als die kleineren Radgrößen. Dafür können mit einem sogenannten 29er Mountainbikes Hindernisse leichter überfahren werden und die Fahreigenschaften der Bikes sind ruhiger. 27,5 Zoll große Räder sind ein guter Kompromiss bezüglich Gewicht und Agilität.

Rigid, Hard-Tail oder Fully - die Federung von Mountainbikes
 

Rigid oder starre Mountainbikes besitzen keine Federung und werden nur selten angeboten. Bei einem Hard-Tail ist nur die Vorderradgabel gefedert. Das Hinterrad ist ungefedert oder "hart". Bei einem Full Suspension Mountainbike, kurz Fully, sind beide Räder gefedert. Der Vorteil ist der bessere Bodenkontakt in unebenem Gelände. Der Nachteil ist, dass ein Teil der Vortriebskraft durch die Federung geschluckt wird. Die meisten Mountainbiker bevorzugen daher Hard-Tails oder Fullys, bei denen die Hinterradfederung bei Steigungen blockiert werden kann.

Rahmenmaterial, Bremsen und Schaltung

Mountainbike-Rahmen werden aus Stahl, Aluminium, Titan oder Carbon hergestellt. Stahlrahmen sind günstig aber schwer. Kostspielig, dafür sehr leicht sind Rahmen aus Titan oder Carbon. Die meisten Mountainbikes besitzen als guten Kompromiss einen Alu-Rahmen. Bei den Bremsen geht die Tendenz hin zu Scheibenbremsen. Die meisten Mountainbikes sind heute mit Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad ausgestattet. Scheibenbremsen sind zwar teurer als Felgenbremsen und wartungsintensiver, dafür bieten sie vor allem bei Nässe und Schlamm eine wesentlich bessere Bremswirkung. Wie viele Gänge die Schaltung eines Mountainbikes haben sollte, ist abhängig von Gelände, in dem das Bike hauptsächlich gefahren wird. Je flacher das Gelände, um so weniger Gänge werden benötigt.